06.10.2011

Turn Me On,
Goddammit

In "Turn Me On, Goddammit" von Jannicke Systad Jacobsen spielt die bemerkenswerte Helene Bergsholm die 15jährige Alma, welche gerade dabei ist ihre Sexualität zu entdecken. Sie wohnt mit ihrer Mutter in einem Provinznest in Norwegen. An einer Party ereignet sich ein peinlich Vorfall mit ihrem Schwarm Artur, welchen sie brühwarm ihren Freundinnen erzählt (“He poked me with his penis!”). Niemand will ihr diese Geschichte glauben, fortan wird sie zur Aussenseiterin, die Lügengeschichten verbreitet.

Auch der Zuschauer des Film wird geschickt darüber im Unklaren gelassen, ob dieses Ereignis tatsächlich stattgefunden hat oder nicht. Die Kamera schweift manchmal ins träumerische ab, indem der Fokus auf dem Vordergrund liegt und der Hintergrund stark verschwommen wird oder die Farbgebung ganz stark ist. Dieses Stilmittel setzt die Regisseur immer dann ein, wenn die Hauptdarstellerin in ihrer Fantasie ist, jedoch manchmal auch bei Ereignissen die tatsächlich stattfinden. Dadurch erscheint auch die ganze Welt des Dorfes mal romantisch, mal langweilig.

Die Hauptdarstellerin ist eine Wucht, diese junge Frau weiss genau was sie will und bewegt sich sehr natürlich vor der Kamera, das Thema Sexualität ist einfach eine Facette ihres (pubertären) Charakters, der weder übertrieben wirkt noch ins Lächerliche gezogen wird.

Leichte Erzählweise, kurzweilige, gute Unterhaltung.



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