25.09.2010

The Joneses handelt von einer Familie, welche neu in die Nachbarschaft zieht und dabei sofort den Neid der Nachbarn auf sich zieht. Mit Absicht, denn die Familienmitglieder sind alles Angestellte einer Marketingfirma. Ausgestattet mit den neuesten Produkten und Gadgets, wollen alle so sein wie sie.

Der Film ist eine Satire bester Güte. Mit zum Teil bissigen Kommentaren aber auch subtilen Andeutungen wird der Konsumwahn angeprangert. Die Joneses sind dabei eine mustergültige, falsche Familie. Sie prahlen mit Statussymbolen herum um so die Verkaufszahlen in der Nachbarschaft zu steigern. Sie leben einen wahr gewordenen Marketing-Albtraum.

Das ganze wird vor allem durch David Duchovny und Demi Moore getragen. Duchovny kann in seiner Paraderolle als glatter Vater brillieren, wobei Moore mit ihrem Charme alle um den Finger wickelt. Es ist klar, dass der Schein einer perfekten Familie nicht ohne weiteres aufrecht erhalten werden kann, es kommt zu Spannungen und Reibereien im Team. Die Geschichte wird spannend erzählt, Langeweile kommt nie auf.

Als kleiner Wehrmutstropfen bleibt, dass in der Schlüsselszene am Schluss leider der Ton ausgefallen ist, was zu ziemlicher Unruhe im Saal geführt hat. So wurde ein wichtiger Teil der “Auflösung” nicht gezeigt.

Nach dem Film war der Regisseur, Drehbuchautor und Produzent Derrick Borte noch auf der Bühne um einige Fragen zu beantworten. Leider wurden ihm diese nur von Moderatorin und Ex-Miss Schweiz Tanja Gutmann gestellt (und nicht vom Publikum), aber spannend war es trotzdem.



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